Commons Club

Anknüpfend an die Europäische Cooperative der 80er Jahre, die nur kurz Bestand hatte, beschäftigten mich immer wieder Gedanken an ein nicht beständig ortsgebundenes Leben, wechselnd zwischen Orten. Scherzhaft nannte ich das mein Pfalzenprojekt. Die Ausgestaltung kann man sich sehr verschieden vorstellen.

Mit Richard von der AttacVilla (Bild) habe ich mich oft darüber unterhalten und wir haben die Idee eines Commons Club entwickelt – vor der Ähnlichkeit mit englischen Clubs nicht zurückscheuend, aber auch im Gedenken an die Republikanischen Clubs der 60er Jahre. In jedem Fall waren und sind es Orte irgendwie Gleichgesinnter, die aber durchaus ein breites Meinungsspektrum repräsentieren können.

Dabei sind die Orte durchaus konstitutiv. Weiterlesen „Commons Club“

Die Europäische Cooperative

Beim Aufräumen fiel mir wieder dieser Prospekt aus den 80ern in die Hände: Ach ja, die (t)räumeschaffende Europäische Cooperative, die ausgehend vom berühmten Salecina von Theo und Amalie Pinkus, an der Grenze von Engadin und Bergell, und von Falsterhus, dem Tagungs- und Ferienhaus auf der dänischen Insel Falster ein europäisches Netzwerk von solchen Orten aufbauen wollte. Auch unser Sitz in Formine am Lago Maggiore, für den Salecina ja auch ein Vorbild war, sollte anfangs einbezogen werden. Der Traum hielt nur ein paar Jahre, genauer gesagt seine Realisierung, denn die Träume bleiben ja. Weiterlesen „Die Europäische Cooperative“

Arkadien am Lago

Formine am Lago Maggiore, ein Ort mit ohnedies arkadischen Qualitäten, war im letzten Herbst schon Ort für eine Arkadienwoche. Und nun hatte diese noch ein Nachspiel mit weitreichenden völkerrechtlichen Konsequenzen 😉 Peter Kees, Künstler und dazu noch leibhaftiger Konsul von Arkadien, der schon in verschiedenen Ländern Gebiete für Arkadien besetzt hat, entwendete nun hier am Lago Maggiore dem italienischen Staat einen arkadischen Quadratmeter. Darüber wurden der italienische Ministerpräsident, mehrere Zeitungen und sicherheitshalber auch die Polizei informiert. Eine Reaktion lautete: „Besser wäre es gewesen, dem italienischen Staat nur einen Quadratmeter zu belassen und den Rest Arkadien zuzuschlagen.“
Mit weiteren künstlerischen Interventionen muss gerechnet werden.

Goodbye SlowLädla, welcome Marthacafé

Richtiges Glück oder richtigen Erfolg hatten wir mit dem Slowlädla in Hersbruck nicht. Es gab freundlichen Zuspruch, aber am Ende fehlte tatkräftige Unterstützung und auch der Besuch. Mit anderen Worten: wir haben uns Ende Oktober von ihm getrennt. Schweren Herzens, denn obwohl innenarchitektonisch wahrlich nicht attraktiv, gab ihm doch die Lage ein besonderes Flair. Weiterlesen „Goodbye SlowLädla, welcome Marthacafé“

Idylle, Utopie, Goldenes Zeitalter – Arkadienwoche in Formine

Zum dritten Mal führte uns der Herbst zu einer Themenwoche nach Formine, einem abgelegenen Ort oberhalb des Lago Maggiore. Nach “Allmenden” und “Europas Süden” war diesmal das Thema

Idylle, Arkadien, Goldene Zeit – die andere Utopie

Als einzelne Themen hatten wir uns vorgenommen:

Arkadien und Goldene Zeit als Gegenbild

[WeitWeitArkadien, Gessner, SnellArkadien, GoldeneZeitHesiod…,]

Realität des Hirtenlebens

Idylle und Utopie

Weiterlesen „Idylle, Utopie, Goldenes Zeitalter – Arkadienwoche in Formine“

CittaSlowTag: Hersbruck – Stadt der Hirten und des Slow Life

Samstag, 27. 9. 2014 von 11–18 h

im SlowLädla, Martin-Luther-Str. 5

Präsentationen, Referate,

Diskussionen, Filme rund um

Hirtenkultur und CittaSlow:

Ein genaueres Programm (Zeitplan) finden Sie rechtzeitig am SlowLädla.

Allmendverlosung am Osing

Am 19. September 2014 fand in der Nähe von Bad Windsheim ein ziemlich seltenes Ereignis statt: die Landverlosung auf dem Osing, die nur alle zehn Jahr erfolgt. Sie folgt einem alten, angeblich fränkischen, allmendeähnlichen Recht. Der Grund, hier eine Hochfläche, befindet sich in Gemeinbesitz – in diesem Fall von vier Ortschaften. er wird aber nicht wie bei klassischen Weideallmenden gemeinsam genutzt, sondern einzeln. Um die qualitativen Ungleichheiten der Böden auszugleichen, wird eben alle zehn Jahre verlost. Wir kennen das auch aus den Beispielen von Elenor Ostrom (Governing the Coomons / Die Verfassung der Allmende). Nähere Angaben finden sich auf der Website des örtlichen Traditionsvereins und auch auf Wikipedia. Weiterlesen „Allmendverlosung am Osing“

SlowLife im SlowLädla

Es war schneller benutzbar geworden als gedacht: unser SlowLädla (Martin-Luther Straße 5, Hersbruck). Allerdings nur dank der großzügigen Hilfe unserer Nachbarn. Das angrenzende Café Corretto hat uns Stühle und Cafehaustische geborgt, die es im Sommer im Freien stehen hat und im Winter nicht braucht. Zur Eröffnung am 20.12.2013 luden wir natürlich zu einem SlowLife-Abend ein, den wir jetzt am 28.2.2014 fortsetzten.

Genuss und Staunen müssen Platz finden im Alltag!
Slow Living ist der Versuch, den Alltag zu entschleunigen …

Weiterlesen „SlowLife im SlowLädla“

Ägäische und maghrebinische Solidarität

Zwar klingt der Titel schöner, aber ich kann es auch einfacher ausdrücken: Es geht um die Solidarität in und für Griechenland und Marokko. Ich greife dabei auf eigene Reiseeindrücke zurück, die aber mit Aktivitäten im Forum Solidarische Ökonomie zusammenhängen. Dort hatten wir uns nämlich überlegt, dass in der jetzigen Situation die Solidarität mit dem Süden Europas von besonderer Wichtigkeit ist und wir haben uns dann auch bei einigen Aktivitäten dazu eingebracht. Weiterlesen „Ägäische und maghrebinische Solidarität“

SlowLädle – ein Ort des Buen Vivir

SlowLädle – ein Ort des Buen Vivir

Es tut sich wieder was in Hersbruck. Auch wenn die Wohnpläne immer noch nicht vom Fleck kommen, gewinnt die Idee an Fahrt, dass wir auch schon was zusammen tun können, wenn wir noch nicht zusammmen wohnen. Wir nehmen einfach unser geplantes Wohnzimmer voraus, das schon immer als ein (in gewissem Umfang) öffentliches gedacht war. Dann gab es da auch schon immer die Idee eines kleinen Ladens, der eigentlich kein Laden sein sollte, sondern irgendeine Mischung von Treff- und Informationsort, der wie ein Museumsladen auch einiges des zu Vermittelnden kaufbar machen würde, konkret also z.B. regionale Lebensmittel. Weiterlesen „SlowLädle – ein Ort des Buen Vivir“