SlowLife im SlowLädla

Es war schneller benutzbar geworden als gedacht: unser SlowLädla (Martin-Luther Straße 5, Hersbruck). Allerdings nur dank der großzügigen Hilfe unserer Nachbarn. Das angrenzende Café Corretto hat uns Stühle und Cafehaustische geborgt, die es im Sommer im Freien stehen hat und im Winter nicht braucht. Zur Eröffnung am 20.12.2013 luden wir natürlich zu einem SlowLife-Abend ein, den wir jetzt am 28.2.2014 fortsetzten.

Genuss und Staunen müssen Platz finden im Alltag!
Slow Living ist der Versuch, den Alltag zu entschleunigen …

Unter dieses Motto stellten wir unsere Annäherung an Geschichte und Idee von Slow Food und Slow Living, einer Spielart dessen, was seit der Antike als gutes Leben (Eudämonie) bekannt ist. Vor 25 Jahren hat eine linke Studentengruppe aus der italienischen Genussregion Langhe sich dem Landleben, dem Essen und dem Genuss zugewandt. Daraus entstand eine weltweite Bewegung mit über 100000 Anhängern in mehr als 150 Ländern und eine Lebensphilosophie, die weit mehr als nur das Essen umfasst. sie kümmert sich auch längst nicht mehr nur um Feinschmeckerei, sondern um die weltweite Durchsetzung des Rechts auf ausreichende, gesunde und der eigenen Kultur entsprechenden Nahrung, um eine dem genügende Landwirtschaft und eine Landwirtschaftspolitik, die von den Betroffenen und nicht von internationalen Konzernen bestimmt wird. Diese. Forderungen entsprechen dem von La Via Campesina formulierten Prinzip der Ernährungssouveränität.
Neben dem Film „Slow Food Story“, der den Ursprung dieser Bewegung dokumentiert, diente uns das Buch „Slow Living. Langsamkeit im globalisierten Alltag“ als Grundlage, um auf die Hintergründe dieses Denkens einzugehen und uns darüber zu unterhalten, was es für unser eigenes Leben und für Hersbruck bedeuten könnte. Hier sei abschließend nur die Stelle zitiert, wo auf die Beziehung von Genuss, dem Grundprinzip aller Slow-Lebensweisen, und Verzauberung hingewiesen wird.

Verzauberung ist das Gefühl, dem Leben verbunden zu sein, weil man Ja zu ihm sagt; es besteht in dem flüchtigen Eindruck, sowohl die Welt der Natur als auch die der Kultur machten uns Geschenke, um uns daran zu erinnern, dass es gut ist zu leben.“ [Jane Bennett]

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