Eine andere Utopie: Arkadien!

Es war wohl eine gute Idee, dass Andreas Neumann, Hörfunksprecher beim Bayerischen Rundfunk, und ich beschlossen, Vortrag und Arkadische Texte im Rahmenprogramm der Ausstellung „Wo bitte gehts nach Arkadien“ nicht nacheinander vorzutragen, sondern ineinander zu verschränken. Dazu gibt es auch eine sehr freundliche Besprechung von Ulrich Pfaffenberger in der Süddeutschen Zeitung.

Gustav Landauer

Wir beginnen mit einem längeren Zitat von Gustav Landauer, anarchistischer und sozialistischer Schriftsteller, Atheist und Mystiker und Mitglied der Münchner Räterepublik von 1918. Vor 100 Jahren wurde er von Reichswehrsoldaten am 2. Mai 1919 nicht weit von hier, in Stadelheim, brutal ermordet, er, der immer Pazifist und friedliebend war und Gewalt als mit der anarchistischen Idee unvereinbar ablehnte. Weiterlesen „Eine andere Utopie: Arkadien!“

Utopische Romantik

ich weiß nicht genau, wie ich vor gar nicht so langer Zeit auf das Buch von Petra Röder gestoßen bin, es war wohl ein Zufallsfund in einem Antquariatskatalog: Utopische Romantik – Die verdrängte Tradition im Marxismus. Von der frühromantischen Poetologie zur marxistischen Gesellschaftstheorie, aber ich kann mich noch erinnern, warum es meine Aufmerksamkeit erregte, brachte es doch zwei Interessen oder auch Seiten von mir in Verbindung, die schon fast lebenslang nebeneinander her laufen: eine auf die reale Gesellschaft und ihre Veränderung bedachte und eine, die eine andere Welt eher erträumt oder fantasiert und insofern vielleicht mehr der Literatur als der Gesellschaftstheorie oder gar ihrer praktischen Umsetzung zugerechnet werden kann. Weiterlesen „Utopische Romantik“