Allmenden in Tunis

Zum zweiten Mal fand Ende März 2015 das Weltsozialforum in Tunis statt. Und zum zweiten Mal bin ich dem Ruf gefolgt, habe aber zum ersten Mal, zusammen mit Elisabeth Meyer- Renschhausen, dort einen Workshop angeboten zum Thema “Old Commons and New Ones”. Das Thema ist ja auf diesen Seiten schon altbekannt. Aus gegebenem Anlass wurden die Nordafrikanischen Allmenden besonders betont, und in diesem Zusammenhang auch was Rosa Luxemburg dazu geschrieben hat. Elisabeth berichtete zu ihrer neuen Inkarnation als Allmendegärten.
Aus dem vielfältigen Angebot (mehr als tausend Workshops) will ich nur die Veranstaltungen zur Solidarität mit Griechenland hervorheben, auf denen dieses Aktionsdokument verabschiedet wurde.

Alte und neue Allmenden – MarthaCafé

Das Gesetz sperrt ein Mann oder Frau’n, die der Allmende Gänse klau’n
Doch dem größ’ren Schurken es erlaubt, dass der Gans er die Allmende raubt.“ (17. Jhdt)
Im Martha-Café (Marthastr. 35, 90482 Nürnberg)
am Dienstag, 3. Februar 2015, 19.30 h 
Klaus Prätor, Berlin
Alte und neue Allmenden
 (Commons, Gemeingüter)

Noch vor wenigen Jahren war Allmende einfach ein aussterbendes Wort für eine aussterbende Sache, eine alte Rechtsform besonders für Weideland, die bei uns seit dem 18.Jhdt. im Zug der „großen Transformation“ des Wirtschaftssystems zurückgedrängt wurde. Inzwischen wird immer mehr Menschen bewusst, dass nicht nur Weideland, sondern auch wissenschaftliche Erkenntnisse, Umwelt, Saatgut, öffentliche Räume und vieles mehr immer Gemeineigentum waren und es besser auch bleiben sollen.

Goodbye SlowLädla, welcome Marthacafé

Richtiges Glück oder richtigen Erfolg hatten wir mit dem Slowlädla in Hersbruck nicht. Es gab freundlichen Zuspruch, aber am Ende fehlte tatkräftige Unterstützung und auch der Besuch. Mit anderen Worten: wir haben uns Ende Oktober von ihm getrennt. Schweren Herzens, denn obwohl innenarchitektonisch wahrlich nicht attraktiv, gab ihm doch die Lage ein besonderes Flair. Weiterlesen „Goodbye SlowLädla, welcome Marthacafé“

Idylle, Utopie, Goldenes Zeitalter – Arkadienwoche in Formine

Zum dritten Mal führte uns der Herbst zu einer Themenwoche nach Formine, einem abgelegenen Ort oberhalb des Lago Maggiore. Nach “Allmenden” und “Europas Süden” war diesmal das Thema

Idylle, Arkadien, Goldene Zeit – die andere Utopie

Als einzelne Themen hatten wir uns vorgenommen:

Arkadien und Goldene Zeit als Gegenbild

[WeitWeitArkadien, Gessner, SnellArkadien, GoldeneZeitHesiod…,]

Realität des Hirtenlebens

Idylle und Utopie

Weiterlesen „Idylle, Utopie, Goldenes Zeitalter – Arkadienwoche in Formine“

Idylle, Arkadien, Goldene Zeit – die andere Utopie

Zum dritten Mal führte uns der Herbst zu einer Themenwoche nach Formine, einem abgelegenen Ort oberhalb des Lago Maggiore. Nach “Allmenden” und “Europas Süden” war diesmal das Thema

Idylle, Arkadien, Goldene Zeit – die andere Utopie

Als einzelne Themen hatten wir uns vorgenommen:

Arkadien und Goldene Zeit als Gegenbild

[WeitWeitArkadien, Gessner, SnellArkadien, GoldeneZeitHesiod…,]

Realität des Hirtenlebens

Idylle und Utopie

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Bevölkerungswachstum, Commons und Solidarität

MIt Dana Jestel habe ich auf dem Degrowthkongress im September 2014 in Leipzig einen Workshop durchgeführt.

Mit guten Gründen wächst die Kritik am Wachstum an allen Enden, aber ein nahe liegendes Feld dieser Kritik bleibt merkwürdig ausgespart: das Bevölkerungswachstum – so auch auf den Degrowth-Kongressen. Weiterlesen „Bevölkerungswachstum, Commons und Solidarität“

CittaSlowTag: Hersbruck – Stadt der Hirten und des Slow Life

Samstag, 27. 9. 2014 von 11–18 h

im SlowLädla, Martin-Luther-Str. 5

Präsentationen, Referate,

Diskussionen, Filme rund um

Hirtenkultur und CittaSlow:

Ein genaueres Programm (Zeitplan) finden Sie rechtzeitig am SlowLädla.

Allmendverlosung am Osing

Am 19. September 2014 fand in der Nähe von Bad Windsheim ein ziemlich seltenes Ereignis statt: die Landverlosung auf dem Osing, die nur alle zehn Jahr erfolgt. Sie folgt einem alten, angeblich fränkischen, allmendeähnlichen Recht. Der Grund, hier eine Hochfläche, befindet sich in Gemeinbesitz – in diesem Fall von vier Ortschaften. er wird aber nicht wie bei klassischen Weideallmenden gemeinsam genutzt, sondern einzeln. Um die qualitativen Ungleichheiten der Böden auszugleichen, wird eben alle zehn Jahre verlost. Wir kennen das auch aus den Beispielen von Elenor Ostrom (Governing the Coomons / Die Verfassung der Allmende). Nähere Angaben finden sich auf der Website des örtlichen Traditionsvereins und auch auf Wikipedia. Weiterlesen „Allmendverlosung am Osing“

Das Ende der Haustiere. 10000 Jahre Hirtenkultur

Am Dienstag 8.7. um 19 h 

geht es im SlowLädla, Hersbruck, Martin-Luther-Str. 5

um die gerade in und um Hersbruck lang bestehende Hirtenkultur und ihr zu befürchtendes Ende.

Die Älteren unter uns konnten noch erleben, wie im Hersbrucker Umland der Gemeindehirte die Kühe auf den örtlichen Hutanger trieb. Das war hier länger der Fall als anderswo, aber seit den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts ist es Vergangenheit. Nur selten machen wir uns klar, dass damit eine Tradition ihr Ende gefunden hat, die seit Menschengedenken diese Gegend geprägt hatte und die insgesamt die Menschheit so lange begleitet hat, wie von Kultur ernsthaft die Rede sein kann. Weiterlesen „Das Ende der Haustiere. 10000 Jahre Hirtenkultur“

Allmenden, Commons, Gemeingüter

Noch vor wenigen Jahren war „Allmende“ einfach ein aussterbendes Wort für eine aussterbende Sache – bis es in unseren Tagen eine neue Konjunktur im Zusammenhang mit freier Software, geistigen Eigentumsrechten („Creative Commons“), aber auch mit Saatgut, Umweltressourcen etc. erlebte. Junge Leute diskutieren über die neuen Allmenden, sie tauchen im Fernsehen auf, und Elinor Ostrom hat 2009 als erste Frau für ihre Arbeit über „die Verfassung der Allmende“ den Wirtschaftsnobelpreis erhalten. Weiterlesen „Allmenden, Commons, Gemeingüter“