Anarchismus, Mystik, Sprachkritik

“Alle Philosophie ist Sprachkritik (aber nicht im Sinn Mauthners).“
Ludwig Wittgenstein

Mit dem Werk Fritz Mauthners, des mittlerweile nahezu unbekannten Pioniers sprachkritischer Philosophie an der Wende zum 20. Jahrhundert, haben wir uns am 9. Oktober 2019 im Logoi. Institut für Philosophie und Diskurs in Aachen beschäftigt und mit dem seines Freundes und Mitarbeiters Gustav Landauer (Bild).

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Philosophie als Sprachkritik

Das vielleicht überraschende Bild (Marc Chagall, Jakobs Traum von der Himmelsleiter) verweist auf die Leitermetapher bei Wittgenstein, bei Mauthner, bei O.F. Gruppe … – und in der (jüdischen) Mystik

Sprachkritische Philosophie ist nicht nur Sprachphilosophie im Sinne einer Philosophie der Sprache, sondern thematisiert Sprache als Grundlage der Philosophie. Sie wäre unzureichend bestimmt, wollte man in ihr nur die Bemühung um definitorische Präzisierung der Begriffe und allgemein um technisch-methodische Verbesserungen der Wissenschaftssprache einschließlich der der Philosophie sehen.

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Missratene Söhne. Anarchismus und Sprachkritik im Fin de Siècle

Im Nachgang zu dem unten erwähnten Seminar zu Landauer hatte ich Gelegenheit, ein für Landauer und Mauthner einschlägiges Buch zu rezensieren:  Missratene Söhne. Anarchismus und Sprachkritik im Fin de Siècle, in dem Carolin Kosuch das Leben von Fritz Mauthner, Gustav Landauer und Erich Mühsam und insbesondere ihre Stellung zu Anarchismus und Sprachkritik porträtiert.

Carolin Kosuch, Missratene Söhne, Anarchismus und Sprachkritik im Fin de Siècle, Schriften des Simon-Dubnow-Instituts, Bd 23, Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht, 2015, 390 Seiten, ISBN 9783525370377, 70€

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