Zweck und Mittel

Mit diesem Begriffspaar habe ich mich in der Vergangenheit viel beschäftigt und werde es in der Zukunft vielleicht wieder tun. Es ist mir nicht gelungen, die Thematik so launisch und kurz auf den Punkt zu bringen wie die Zeichnung. Mit anderen Worten: meine bisherigen Beiträge sind recht ernsthafte philosophisch-wissenschaftstheoretische Überlegungen. Man kann sich ihnen auf verschiedene Weisen nähern:

In der Diretissima. Bergsteigtechnisch ist das der eher anstrengende direkte Angang auf den Gipfel in womöglich dünner Luft. Warum man auf den Gipfel will, wird dabei nicht diskutiert, sondern vorausgesetzt. Inhaltlich würde ich es als eine knappe, recht abstrakte Darlegung charakterisieren, warum die Rede von Zweck und Mittel nicht so einfach ist, wie sie uns normalerweise scheint. Ich habe sie auf dem 16. Weltkongress für Philosophie im Jahre 1978 in Düsseldorf vorgetragen.

Ein anderer Weg nimmt mehr Rücksicht auf individuelle Interessen, in der Bergmetapher also z.B. Allmenden, Alpenfauna oder Mineralien. Inhaltlich geht es um die Rolle, die der Zweckbegriff in einigen exemplarischen Wissenschaften spielt: Psychologie, Pädagogik, Ökonomie, Linguistik. Wie es mit Interessen so ist: man kann sich für etwas interessieren oder nicht. Hat man mit diesen Wissenschaften nichts auf dem Hut, werden sie einen auch nicht in die Berge locken.

Bleibt noch die Bergwanderung, die mit Fernblicken und abwechslungsreicher Landschaft ein breiteres Publikum anspricht. In unserem Fall ist das ein historisch-kultureller Einstieg in die Thematik. Aber auch da gibt es natürlich Leute, die lieber ans Meer fahren.

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